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Kommen Sie mit uns auf "Mondfahrt"!

1. Akt

In Berlin ist immer was los! Das weiss jeder – und niemand besser als der Mechaniker Fritze Steppke. Gerade erst hat ihn sein Meister wegen seiner Luftfahrtsfantastereien gefeuert, da liest er in der Zeitung, dass Graf Zeppelin den ersten Flug seines Luftschiffes plant.

Fliegen war schon immer Steppkes Traum! Das wissen seine besten Freunde, der Schneider Lämmermeier und der Portier Pannecke – und das weiss auch Fritzens Verlobte Marie. Nur Mathilde Pusebach, Maries Tante und zugleich Steppkes Vermieterin, soll von diesen "Flausen" nichts erfahren. Und wenn der Wachtmeister Theophil, der sich für das junge Zimmermädchen Ella aus dem Vorderhaus interessiert, von Fritzens Plänen erführe, liesse er ihn wahrscheinlich sofort verhaften.

Witwer Pannecke hat sich mit Mathilde Pusebach verlobt, um nicht irgendwann alleine zu enden. Die Heirat will er dennoch am liebsten bis zum Sankt Nimmerleinstag aufschieben. Dementsprechend schlecht ist die Laune der Pusebach, die zudem seit Jahren einem Liebesabenteuer im nächtlichen Tiergarten nachtrauert. Erst verführt und dann sitzengelassen – die Pusebach ist misstrauisch und hart gegenüber den Männern geworden. Als sie sieht, wie Steppke von Flora Huschke, der attraktiven Chansonette aus dem Vorderhaus, hin und weg ist, schlägt sie Krach. Dabei hat Steppke doch nur geholfen, den Wagen von Floras aktuellem Schwarm Egon von Schlettow wieder startklar zu machen.

Nachdem sich Lämmermeier auch noch wegen Fritzens Kündigung verplappert hat, ist für Mathilde Pusebach das Mass voll: Zum nächsten Ersten ist Steppke als Mieter gekündigt und seine Verlobte Marie soll er sich auch aus dem Kopf schlagen.

Marie ist traurig, als sie von Fritzens Rauswurf und seiner Flirterei mit der Huschke erfährt. Dabei hat sie so an ihn geglaubt, hat sogar dem Grafen Zeppelin heimlich einen Brief geschrieben. Nun scheint das Glück der beiden schon vorbei, bevor es überhaupt erst richtig angefangen hat.

Fritze hadert mit seinem Schicksal und wünscht sich in der Verzweiflung einfach möglichst weit weg zu verschwinden - …. und siehe da: sein innigster Wunsch geht in Erfüllung! Die beiden Kumpels Lämmermeier und Pannecke begleiten ihn natürlich auf dem Flug zum Mond. Dummerweise hat sich die Pusebach auch noch an das Gefährt gehängt, um ihren Verlobten während der Reise zu beaufsichtigen.

Mit traumwandlerischer Sicherheit landet man tatsächlich auf dem Mond, wo der Hausmeister Theophil die Mondbewohner beim Putzen des Mondes beaufsichtigt. Gerne prahlt er mit seiner Erdenreise nach Berlin, wo er sogar ein amouröses Abenteuer hatte, doch jetzt ist er mit Stella, der Zofe von Frau Luna, liiert. Unter den vier Besuchern ist zu seinem Entsetzen die Pusebach aus dem Tiergarten. Am liebsten würde er alle vier in einem schwarzen Loch verschwinden lassen. Prinz Sternschnuppe, der schon seit langem Frau Luna, die Göttin des Mondes, vergeblich bezirzt, soll ihm dabei helfen.

Luna erscheint, lässt den Prinzen links liegen und interessiert sich vielmehr für die vier mondreisenden Berliner, die baff sind, dass der Mann im Mond eine Frau ist.   

 

2. Akt

Das Interesse der Mondgöttin an Prinz Sternschnuppe nimmt immer mehr ab, jenes an ihren Berliner Gästen im Allgemeinen und Fritze Steppke im Besonderen hingegen immer mehr zu. Nach der feierlichen Begrüssung durch Frau Luna im Mondpalast und der prächtigen Vorstellung der Sternzeichen nimmt die Begeisterung der drei Berliner für das amouröse Treiben auf dem Mond erheblich zu und lässt den frostigen Empfang durch die Mondbewohner in den Hintergrund treten. Nur Mathilde Pusebach kann sich nicht erwärmen. Im Gespräch mit ihrer "verflossenen" Liebe aus dem Tiergarten, erfährt sie von dessen Verlobung mit Stella und muss auch eifersüchtig miterleben, wie ihr Pannecke sich mit Fräulein Venus glänzend amüsiert.

Luna empfängt Steppke allein in ihrem Gemach und umgarnt ihn. Als sie ihn verführen will, entflammt Fritzens Sehnsucht nach seiner Marie - …. Plötzlich ist Fritze wieder auf der Erde, wo ihn seine Marie völlig aufgelöst allein auf der Strasse vorfindet. In seiner Verwirrung erzählt er ihr von seinem Besuch auf dem Mond und der eben geglückten Landung. Diese verworrene Situation wird durch das unerwartete Erscheinen des Briefträgers beruhigt. Er bringt einen an Steppke adressierten Brief des Grafen Zeppelin, der ihn zu sich an den Bodensee einlädt, um ihn als Mitarbeiter für ein Flugprojekt anzuheuern. Aus Freude und Dankbarkeit verkündet Steppke, dass die Heirat mit seiner Marie wie geplant noch am selben Tag stattfinden solle. Von der allgemeinen Feierlaune angesteckt, geben sich die Pusebach und Pannecke nun endlich auch das Eheversprechen. Gleichzeitig geloben sich Ella und Theophil ebenfalls ein Paar zu werden.

Unter grosser Anteilnahme der Berliner Bevölkerung wird das neu vermählte Brautpaar Fritz und Marie Steppke gefeiert. Alle sind glücklich und zufrieden, denn ungeachtet aller grossen Pläne ist es in Berlin eben doch am schönsten – vielleicht auch wegen der Berliner Luft!

 

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