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Carl Millöcker (1842–1899)

Carl Millöcker wurde 1842 in Wien geboren. Er war der Sohn eines Goldschmieds und ging nach der Schulzeit beim Vater in die Lehre. Millöcker erinnerte sich an seine Lehrzeit: «Ich saß in meines Vaters Werkstatt und führte das Hämmerlein. Und wenn mir so eine güldene Kette nicht gleich parieren wollte, so machte ich kurzen Prozess und warf sie auf die Straße hinaus. Diese Methode in der Verarbeitung von Edelmetall war in der edlen Wiener Goldschmiedkunst bisher noch nirgends angewendet worden. Und mein Vater, der begründete Zweifel hatte, dass durch meine Methode sein Geschäft in Flor kommen sollte, erwies sich und der Goldschmiedkunst einen unschätzbaren Dienst und machte mich zum Musiker, was stets mein Herzenswunsch gewesen.» Da ihm die Eignung zu diesem Beruf also fehlte, ließ ihn der Vater am Wiener Konservatorium ausbilden. Bereits mit 16 Jahren sass Millöcker als Flötist im Orchester des Theaters in der Josefstadt unter dem Dirigenten und Komponisten Franz von Suppé, der ihn maßgeblich förderte. 1864 wirkte Millöcker während zwei Spielzeiten als Kapellmeister in Graz und brachte hier seine ersten Operetteneinakter heraus. Nach Engagements am Wiener Harmonie-Theater und am deutschen Theater in Budapest wurde Millöcker 1869 als Kapellmeister an das bekannte Theater an der Wien verpflichtet. Nach damaligem Theaterbrauch wurde er zur Komposition von Liedern und Ballettmusik für Possen und Lustspiele verpflichtet. Fleissig bereicherte Millöcker Jahr für Jahr mehrere Dutzend Einakter mit seiner Musik, ohne dass ihm der grosse Wurf gelang. Seine erste abendfüllende Operette «Das verwunschene Schloss» wurde 1878 am Theater an der Wien begeistert aufgenommen. Auch die folgenden Operetten «Gräfin Dubarry», «Apajune, der Wassermann », «Herz Ass» und «Die Jungfrau von Belleville» fanden Anklang beim Publikum.

Mit dem «Bettelstudenten», der im Frühjahr 1882 eine begeisternde Uraufführung erlebte, errang Millöcker weltweite Anerkennung als unverwechselbarer Komponist. Der daraus resultierende finanzielle Ertrag ermöglichte es ihm fortan, als freier Komponist zu arbeiten. Unter den acht weiteren Operetten, die er bis zu einem Schlaganfall im Jahre 1896 noch schrieb, ragt das von ihm selbst vor allen anderen bevorzugte Werk «Gasparone» heraus. Überquellende musikalische Einfallskraft, szenische Treffsicherheit und kompositorische Kunstfertigkeit vereinen sich in dieser sizilianischen Räuber-, Gauner- und Liebesgeschichte zu einem fröhlich-vitalen Ganzen.

Carl Millöcker verstarb wenige Stunden vor dem Jahrhundertwechsel, am 31. Dezember 1899 in Baden bei Wien. In der Geschichte der Operette nimmt Millöcker eine herausragende Stellung ein. Zusammen mit Johann Strauss (Sohn) und Franz von Suppé gehört er zu den Begründern der Goldenen Ära der Wiener Operette.

 

Am Stadttheater Sursee aufgeführte Millöcker-Operetten:

1963: Der Bettelstudent

1987: Der Bettelstudent

1998: Gasparone

2010: Der Bettelstudent

 

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