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Biografie des Komponisten Cole Porter 1893 – 1964
 
Cole Porter wurde am 9. Juni 1893 in Peru, im Staate Indiana, geboren. Einer alteingesessenen Familie entstammend, Enkel eines der reichsten amerikanischen Kohle- und Holzmagnaten, fand Porter in seiner kunstsinnigen Mutter die frühe Fördererin seiner musischen Talente. Er spielte als zehnjähriger Violine und Klavier und sah ein Jahr später seinen ersten Walzer publiziert. Auf Wunsch des Grossvaters ging er widerwillig an die juristische Fakultät der Eliteuniversität Harvard, schwenkte nach einem Jahr zur Musik über und debütierte 1916 am Broadway mit einer kurzlebigen Show "See America First".
 
Im Weltkrieg diente er als Freiwilliger in der französischen Armee. Nach Friedens-schluss liess er sich in Paris nieder und heiratete die schöne und wohlhabende Linda Lee Thomas. Die Zwanziger Jahre waren teils dem Studium der Musiktheorie an der berühmten Schola Cantorum unter Vincent D’Indy gewidmet, zum viel grösseren Teil aber einem luxuriösen Gesellschaftsleben, das Porters Ruf durch ganz Europa und Amerika trug. Erst mit 35 Jahren begann er regelmässig für den Broadway zu schreiben. Er eroberte sich in der Geschichte des amerikanischen Musiktheaters einen Spitzenplatz, den ihm allenfalls Richard Rodgers streitig machen könnte. Rodgers Hauptverdienst liegt im Beschreiten neuer Wege der Musikdramaturgie, Porter revolutionierte den Song. Mehr als die Hälfte seiner fünfundzwanzig Broadway-Produktionen wurden Volltreffer, und seine Melodien, zu denen er auch die Texte stets selber schrieb, gehören zum unvergänglichen Schatz der leichten Musik der Welt.
 
Mit der turbulenten Verwechslungskomödie ANYTHING GOES gelang ihm einer der grössten Musicalerfolge in den 1930er Jahren. 1948 erreichte er mit KISS ME KATE, eines der erfolgreichsten Broadway-Musicals aller Zeiten, den Höhepunkt seines musikalischen Lebenswerkes.
 
Cole Porter hat sich selbst stets als einen "professionellen Amateur" bezeichnet, der nur zur eigenen Zerstreuung an seinen Liedern und Songs feilte und für den Broadway Musicals schrieb, die niemandem mehr Spass machte als ihm selbst. Ein "Amateur" war er vielleicht – wenn man den Begriff mit dem lateinischen "amare" (lieben) assoziiert, von dem es sich herleitet - zugleich aber war er ein Künstler, der über einen unerschöpflichen Einfallsreichtum verfügte und mit handwerklicher Vollendung arbeitete.
 
Im Sommer 1937 stürzte Cole Porter in Long Island so unglücklich vom Pferd, dass er einen irreparablen Hüftschaden erlitt. Zahlreiche operative Eingriffe waren in den folgenden Jahren notwendig, um ihn am Leben zu erhalten. Er ertrug Schmerzen und Invalidität mit bewundernswerter Tapferkeit, immer an der Arbeit, immer mit neuen Projekten beschäftigt, charmant, lebensbejahend – und immer müde lächelnd. Mit der Amputation seines rechten Beines folgte 1958 ein weiterer Schicksalsschlag, der ihm seinen Lebenswillen endgültig brach. Am 15. Oktober 1964 starb er in Santa Monica, Kalifornien.

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